Kevin Martin und die War Room Challenge: 60 Stunden im Kampf um Geld... und Haare

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Kevin Martin, ein Pokerbotschafter, Spieler und beliebter Streamer, hat in der Vergangenheit die Zuschauer mit verschiedenen Herausforderungen begeistert. Viele erinnern sich an seine Bankroll-Challenge, bei der er die Bankroll fast von Grund auf neu aufbauen wollte und die Grenzen des Streamings verschob. Auch seine Ausdauer-Herausforderung im letzten Jahr sorgte für Aufsehen, als er jeden Tag Karten austeilte, bis er einen Royal Flush hatte – und es schließlich in weniger als 100 Tagen schaffte.

Seine neue 'War Room Challenge" passt genau zu seinem Stil: Poker als eine Geschichte zu inszenieren, bei der es nicht nur um Geld geht, sondern auch um Reputation, Disziplin und oft auch um persönlichen Komfort. Diese Herausforderung hatte einen einfachen Rahmen, aber eine brutale Durchführung: 60 Stunden Turnier-Streaming, fast ununterbrochen, wobei die Zuschauer alles sehen konnten – einschließlich der Momente, in denen er sich zwischen den Sessions für ein paar Stunden hinlegte und die Kameras weiterlaufen ließ. Das Ergebnis der gesamten Session war entscheidend – wenn er nach 60 Stunden im Minus endet, rasiert er sich den Kopf.

Schnelles Minus von 5.000$ und ein darauf folgender Comeback

Beim Spiel ging es nicht um irgendwelche Micro Stakes – während der gesamten Zeit investierte Martin knapp unter 30.000$ in Buy-ins, genau 29.171$. Der Beginn der Herausforderung war genau das, was man bei einer solchen Wette will und gleichzeitig nicht will. Bereits in den ersten 11 Stunden war Martin etwa 5.000$ im Minus, und das Internet roch Blut. Doch es war noch genügend Zeit, und Kevin wich nicht von anspruchsvollen Events ab – im Gegenteil, er ging bewusst in höhere Buy-ins, um der gesamten Herausforderung mehr Gewicht zu verleihen.

Der größte Cash kam zur richtigen Zeit. Am Sonntag erreichte er den 3. Platz im $1.050 High Rollers Sunday Closer Turnier für 9.949$, wodurch er wieder im Rennen war. Dennoch sah es lange so aus, als würden die Scheren auf ihn warten: Etwa vier Stunden vor Schluss hatte er Gewinne von 26.211$ bei Buy-ins von 29.171$.

Ein Detail entschied und spaltete die Community: 3.065$ Rakeback und ein Gewinn von 11$

Und dann kam etwas, was die Pokerwelt liebt und gleichzeitig hasst – Rake. Martins Team verfolgte während der Herausforderung nicht nur Buy-ins und Cashes, sondern auch Rakeback. Als Kevin 3.065$ Rakeback zum Ergebnis hinzufügte, schoss er plötzlich um 11$ ins Plus. Also musste er sich nicht den Kopf rasieren, doch sofort entbrannte eine Debatte darüber, ob das fair sei, da in ähnlichen Herausforderungen Rakeback oft als separate Position angesehen wird.

Doch Martin spielte nach seinen eigenen Regeln und gab den Menschen genau das, worüber sie sich noch mehr streiten konnten. Auch wenn er am Ende noch den 1. Platz für 613$ im $54 Bounty Hunters Event holte, blieb der Punkt klar – ohne Rakeback hätte er es nicht geschafft. Was denkst du, hat Martin diese Herausforderung technisch gemeistert oder sich nur 'unfair' herausgeredet?

 

Quellen – X, YouTube, Poker.org