Irish Poker Open: Eine europäische Legende, die den Kontinent vom weltweiten Poker träumen ließ

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Die Wurzeln der beliebten Serie Irish Poker Open gehen zurück auf die Vision von Terry Rogers, der nach der WSOP 1979 den Geist von Las Vegas nach Europa brachte und die Ära des No Limit Hold'em auf dem alten Kontinent einläutete.

Von Beginn an fungierten die Irish Open nicht nur als lokale Veranstaltung – bereits in den 80er Jahren fanden sich dort Namen aus der absoluten Weltspitze des Pokers ein, wie Stu Ungar, Tom McEvoy, Chip Reese oder Doyle Brunson. Diese „Invasion“ amerikanischer Stars brachte massive Medienaufmerksamkeit und bestätigte, dass Dublin für ein paar Tage im Jahr auf einer Stufe mit den größten Bühnen stehen kann.

Die Organisatoren erinnern gerne daran, dass es sich um das weltweit am längsten bestehende NLH-Turnier außerhalb von Las Vegas handelt. Irish Open ist eine Marke, die Epochen, Trendwechsel und Generationenwechsel überlebt hat, aber immer noch ein Magnet für Freizeitspieler, Online-Qualifikanten und Profis ist.

Das Ausnahmejahr 2025: Über 25.000 Entries und fast 15 Millionen Euro ausgeschüttet

Trotz ihrer reichen Geschichte ist die Irish Open längst nicht nur ein historisches Relikt. Dank der Partnerschaften mit Online-Anbietern gelingt es diesem Event, Jahr für Jahr größere Zahlen zu erzielen, was schließlich im Rekordjahr 2025 gipfelte.

Im letzten Jahr wurden Zahlen erreicht, die an eine Statistik aus einer Online-Serie erinnern: nonstop Poker-Action, ein prall gefüllter Pokersaal, mehr als 25.000 Entries über 69 Turniere hinweg und über 14.500.000€ an Preisgeldern ausgeschüttet. Und das Main Event? Das schrieb seine eigene Rekordgeschichte: 4.562 Entries, ein Prizepool von 4.447.950€ und eine Gewinnsumme von 600.000€ für den Sieger – ein Ergebnis, das die irischen Meisterschaften zu einem der markantesten europäischen NLH-Geschichten der Saison macht.

Ein herausragender Abschluss dieser Geschichte war der Sieg des einheimischen Spielers Simon Wilson, nach dem ungezügelte irische Emotionen in einem riesigen Jubel endeten:

Das Jahr 2026 startet bald

Die aktuelle, bereits 46. Ausgabe beginnt vom 26. März bis zum 6. April im Royal Dublin Society (Ballsbridge) – und allem Anschein nach wird es wieder ein „Festival wie ein volles Stadion“ sein. Die Organisatoren sprechen von 86 Turnieren im offiziellen Zeitplan, also von einem weiteren Ausbau des Angebots im Vergleich zur Vergangenheit.

Der Festival bietet drei Hauptanziehungspunkte:

  • Main Event kehrt mit einem Buy-in von 1.150€ und einer Garantie von 2.500.000€ zurück – Zahlen, die es zur klaren Flaggschiffveranstaltung machen und zugleich ein Test, wie groß das Interesse der Spieler am Dubliner Titel ist
  • Luxon Pay Mystery Bounty wird wieder den Festivalauftakt mit einer Garantie von 1.000.000€ eröffnen – ein Format, das heute Massen anzieht und in Dublin sofort nach dem Debüt zu einer großen Veranstaltung geworden ist
  • Mini Irish Open mit einem symbolischen Buy-in von 250€ erhält noch mehr Startflights (es ist von bis zu 14 die Rede) – genau die Art von Turnier, wo sich Urlaubs-„One Time“-Geschichten mit Regulars mischen, die wissen, dass große Felder große Chancen bedeuten.

Die Frage des Jahres: Kann das noch übertroffen werden?

Die Irish Poker Open gehen mit dem besten „Luxusproblem“ ins nächste Jahr – das Publikum hat bereits Rekorde gesehen und will nun weitere. Das Programm ist größer, die Garantien sind beeindruckend, und die Qualifikationswege über Online-Satelliten machen Dublin auch für Spieler zum Ziel, die sonst keinen 1.150€ Buy-in spielen würden.

So bleibt nur eine Frage, die schon ab den ersten Flights in der Luft hängen wird: Nach einem Rekordjahr mit über 25.000 Entries und 14.500.000€ an Gewinnen – kann die Irish Poker Open im Jahr 2026 die Messlatte noch höher legen?

 

Quellen: https://irishpokeropen.com/, Flickr/PSlive