Das Jahr 2026 hatte kaum begonnen, als die Pokerszene mit einem Schock konfrontiert wurde: Lex Veldhuis kündigte an, dass er PokerStars verlässt und damit eine über fünfzehnjährige Partnerschaft beendet. Er ging nicht weiter auf die Gründe ein, doch es war spürbar, dass er eine neue Seite aufschlagen und das Jahr 2025 hinter sich lassen möchte. Seinen Fans sagte er, dass es Zeit sei für ein neues Kapitel und er sich darauf freue, 2026 viel zu spielen.
Interessant war auch, was er über die Zukunft sagte: Nach 17 Jahren in einer „langen“ Partnerschaft will er nicht sofort in eine neue springen. Damit tritt Veldhuis erst einmal als eine der bekanntesten "freien" Persönlichkeiten der Pokerszene auf den Markt.
After 17 years I have left Pokerstars.
— Lex Veldhuis (@LexVeldhuis) January 3, 2026
I'm excited about the future and 2026 is going to be a big year!
New chapter begins on stream today. <3
Unauffälliges Jahr 2025
Nach dem Gewinn seines ersten Titels bei der WCOOP im September 2024 hatte Lex große Pläne mit einem neuen Studio, aber im Jahr 2025 war er fast unsichtbar. Andere Spiele erschienen in seinem Stream, in die SCOOP-League kam er nicht als Kapitän, und von der „alten“ Routine blieben nur Fragmente. Doch dann kam das große Comeback, die Community kehrte zurück, der Chat lebte auf, und Lex schien wieder Teil dieses Ökosystems sein zu müssen.
Die Wende kam sofort – nach anfänglichem Einrichten schaltete Lex GGPoker ein und nahm am 108$ Bounty Hunters Special teil, das er schließlich für 2.541,22$ gewann. Gleichzeitig erschien im Chat die automatisierte Meldung, dass Lex derzeit aus den Niederlanden spielt, daher nur bei GGPoker spielen kann und nicht von einem Anbieter gesponsert wird.

Großes Fragezeichen für die Zukunft
Veldhuis war nicht nur ein weiterer Name auf der Liste des Poker-Giganten – er wurde 2009 PokerStars-Botschafter, spielte Millionen von Händen, erreichte dreimal hintereinander den Supernova-Elite-Status und gehörte lange zu den herausragendsten Persönlichkeiten, die Online-Turniere über Streaming einem Publikum näherbrachten. Wer jemals seine Emotionen in MTT-Finalen beobachtet hat, weiß, dass Lex nicht nur „Content“ kreierte, sondern vor allem eine Show lieferte: Bubble-Phasen, Hero Calls, Frustration über Bad Beats und Euphorie bei Deep Runs.
Lex hat in der Vergangenheit offen über seinen Wunsch nach mehr Freiheit und kreativer Kontrolle gesprochen, wie und wo er Inhalte erstellt. 2024 beschrieb er, dass er sich nicht von „goldenen Handschellen“ binden lassen möchte und nach mehr Freiheit in der Zeitplanung und Inhaltserstellung sucht. So kam es schließlich, dass er nach 17 Jahren das PokerStars-Patch ablegte. Ob ihn ein anderer Anbieter verpflichtet oder er länger unabhängig bleibt, ist aktuell offen. Eines ist jedoch sicher: Als Veldhuis zurückkehrte, tat er es auf seine Weise.
Quellen – Flickr, X, PokerNews