Binions Geschichte ist kein klassischer Hollywood-Heldenweg. Eher ein Mix aus Western, Gangster-Chronik und Casino-Revolution. In der neuen Serie soll er von Cole Hauser gespielt werden, bekannt insbesondere als Rip Wheeler aus Yellowstone – ein Schauspieler, der sowohl den harten Blick als auch die Ruhe vor dem Schuss beherrscht.
Laut verfügbaren Informationen beruht Blood Aces auf dem Buch von Doug J. Swanson Blood Aces: The Wild Ride of Benny Binion, the Texas Gangster Who Created Vegas Poker aus dem Jahr 2014. Und das ist wichtig: Es ist kein „frei inspiriertes“ Erzählstück, sondern eine Geschichte, die auf historischen Materialien und Aufzeichnungen basiert, die auch die dunkleren Schichten der Entstehung des modernen Glücksspiels in den USA zeigen sollen.

Der Moment, als Poker nicht mehr im Hintergrund gespielt wurde
Aus pokersichtiger Perspektive ist Binions Vermächtnis klar: Binion’s Horseshoe in Las Vegas wurde unter seiner Führung zum Ort, wo High Stakes-Spiele nicht mehr versteckt, sondern als Erlebnis verkauft wurden. Das Horseshoe eröffnete 1951 und wurde schnell zum Magneten für „High Rollers“ dank hoher Limits – genau das, was einen Mythos schafft und Geld anzieht.
Und dann kam das Jahr 1970: die Geburt der World Series of Poker. Diese Serie, die wir heute als Saisonhöhepunkt und Synonym für das Armband sehen, entstand im Horseshoe. Nicht als sterilisiertes Produkt eines Konzerns, sondern als Idee, die die ursprüngliche Poker-Community aus den Underground-Kasinos ins Rampenlicht ziehen sollte.
Stallone als Produzent
Stallone ist durch seine Firma Balboa Productions in das Projekt involviert, und die Serie wird in Zusammenarbeit mit MGM Television entwickelt; Hauser soll nicht nur das Gesicht der Serie sein, sondern auch einer der Produzenten. Laut Medienberichten ist das Projekt für MGM+ geplant – eine Plattform, die in letzter Zeit ihr Portfolio mit markanten Dramentiteln stärken möchte.
Interessant ist auch, wie Stallone das Projekt rahmt: Er sieht Binion nicht nur als Casino-Boss, sondern als Figur, die mehrere Welten verbindet – von Gefahren und Mafia bis zu den Grauzonen, in denen die Regeln des heutigen Vegas geboren wurden.
Für Pokerfans ist Binion nicht nur eine historische Fußnote. Er ist der Mann, bei dem man erkennt, dass die WSOP nicht in einem Marketing-Büro entstanden ist, sondern in einer Zeit, in der Ruf durch Mut, Geld und oft auch Angst aufgebaut wurde. Und genau diese Spannung ist der Grund, warum Blood Aces auch außerhalb der Poker-Bubble Resonanz finden könnte.
Ein Premieren-Datum oder die vollständige Besetzung wurden noch nicht veröffentlicht, doch allein die Tatsache, dass diese Geschichte ans Licht kommt, ist für das Pokerpublikum ein kleines Fest. Wenn die Macher es richtig treffen, könnte es eine Serie werden, die den Menschen erklärt, warum Vegas im Poker so bedeutend ist. Was denkst du darüber?
Quellen: Wikimedia, Neon.reviewjournal, Esquire. Amazon